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2 Kasuistiken von Hautpatientinnen

Leseprobe

Patientin S. S., Studentin (Pharmazie), 23 Jahre, kommt am 13.6.94 erstmals in meine Praxis. Seit ihrem 12. Lebensjahr leidet sie an einem Handekzem, das hauptsächlich an der ulnaren Handkante, zwischen den Fingern und in den Ellenbeugen lokalisiert ist. Es treten Bläschen auf, die gelegentlich nässen, auch trockene schuppende Areale.

Geist und Gemüt:
Sie ist ein zurückhaltender Mensch, wirkt ruhig und fast schüchtern. Sie spricht sehr leise. Sie ist ehrgeizig, hat Härte und Selbstdisziplin. In der Schule war sie gut. Sie ist sehr gewissenhaft, bei Prüfungen war sie immer gut vorbereitet. Sie braucht auch Ordnung, sonst kann sie nicht lernen. Sie verfügt über ein sehr großes Pflichtbewußtsein, so auch die Verpflichtung gegenüber ihren Eltern, die das Studium bezahlen. Aufgaben überlegt sie vorher genau durch, macht einen genauen Zeitplan.

Verlauf:
Vorallem wegen des ausgeprägten Pflichtbewußtseins und einiger bestätigender Symptome im körperlichen Bereich erhielt sie Natrium arsenicosum C 200. Daraufhin kam es zu einer starken Erstverschlimmerung (was bei der homöopathischen Behandlung von Hautkrankheiten in den ersten ein bis zwei Wochen sehr oft passiert): das Ekzem näßte teilweise. Es trat auch an Stellen auf, wo es früher begonnen hatte. Auch die Mundwinkel waren wieder länger wund. Auch auf den Oberschenkeln erschienen wieder trockene Stellen, die sie früher dort gehabt hatte. Der Ausschlag wechselte auch zwischen den Händen, war nicht auf beiden Seiten gleich stark. Ab der 3. Woche kam es dann zur Verbesserung, die Ellenbogen wurden wieder frei, an den Händen trockneten die Hauterscheinungen ab.

Im Juli 1994 erhält sie eine zweite Gabe derselben Arznei. Im September 1994 sind die Hauterscheinungen auf etwa 50 % der ursprünglichen Intensität zurückgegangen, z. B. an den Handaußenkanten abgeheilt. Nochmals wird Natrium arsenicosum C 200 wiederholt. Auch nach der 3. Gabe kommt es wieder eine kurze Verschlimmerung. Sie erwachte mehrmals schweißgebadet, auch die Regel war etwas verspätet. Nach ca. 2 Wochen wurde dann die Haut gut, der Ausschlag trocknete ab. Die Verbesserung hielt 3 Wochen an, dann kam allmählich wieder der Rückfall. Dieser begann dann am Zeigefinger, stieg über das Handgelenk auf bis zum Ellenbogen. Umgekehrt verschwanden nach den Gaben von Natrium arsenicosum die Erscheinungen zuerst an den Ellenbogen, dann an den Händen, zum Schluß an den Fingern (Verlauf nach der Heringschen Regel). Wegen der verkürzten Wirkdauer erhielt sie jetzt Natrium arsenicosum M (eintausendste Potenz).

Auch nach der Gabe dieser Potenz kam es 3 Wochen lang zu einer Verschlimmerung der Haut. Dann besserte sich der Zustand wieder: der gleiche Heilungsverlauf vom Ellenbogen zu den Fingern hin. Im Mai 1995 wurde die Haut wieder schlechter. (Wirkdauer der letzten Gabe 6 Monate!) - Wiederholung der Arznei. Im Mai 1996 kam es noch einmal zu einem leichten Rückfall im Bereich der Finger, die Ellbogen bleiben diesmal frei. Nach der Wiederholung von Natrium arsenicosum M heilte das Exzem nach einer Woche ab. Seit damals ist sie beschwerdefrei.

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